Wo bleibt die Gerechtigkeit, angesichts des anhaltenden Pandemiegeschehens und damit einhergehender Belastung, die offensichtlich mal wieder die ohnehin schon Benachteiligten am Stärksten trifft?
Frauen sind die „Heldinnen des Alltags“. Sie bewältigen nicht nur ihre Jobs, die Kindererziehung und Homeschooling, sondern sind dabei auch noch bemüht eine harmonische Atmosphäre aufrecht zu erhalten.
Und schon wieder das typisch klischeehafte Rollenbild, in das sich Frauen hineinzuzwängen haben… und sobald „Frau“ darüber redet, wird ihr direkt der Stempel „Feministin“ aufgedrückt, der nach wie vor (und auch in meinen Ohren, das muss ich zugeben) negativ konnotiert ist. Gestern am Weltfrauentag scheint diese Ungerechtigkeit noch lauter zu schreien, als sonst ohnehin schon.
Warum überhaupt diese Pandemie? Was denkt sich Gott dabei Krankheiten „zuzulassen“, die sogar tödlich enden können. Oder hat Gott am Ende sogar selbst diese Krankheiten erschaffen?
Sind wir doch mal ehrlich… wenn Gott das Universum geschaffen hat, allmächtig ist und angeblich gütig, ja sogar die Liebe in Person sein soll… wie kann es dann so etwas überhaupt geben?
Das sind wirklich gute Fragen… Fragen, die wahrscheinlich so alt sind, wie die Menschheit selbst. Schon immer haben sich kluge Menschen diese Fragen gestellt. Viel klügere Menschen, als ich es bin.
Haben Sie zufrieden stellende Antworten gefunden? Maße ich mir an eine Antwort zu haben? Natürlich kann ich das nicht behaupten. Solche Antworten sind doch ziemlich subjektiv.
Zu sagen, dass es diesen gütigen Gott nicht geben kann, weil es für mich keinen Sinn macht wie unsere Welt aussieht, scheint mir aber dann aber doch zu einfach zu sein.
Denken wir doch nur an einen perfekten Menschen. Ich weiß, ein utopischer Gedanke. Ein Mensch, der alles kann, alles weiß und makellos aussieht. Ein attraktiver Gedanke? Eher nicht!
Die Einzigartigkeiten und kleinen Fehler, die einen Mensch ausmachen, sind doch gerade das, was die Anziehungskraft ausmacht, was uns fasziniert und Bewunderung hervorruft.
Könnte es sich nicht genauso mit der Schöpfung verhalten? Eine perfekte Schöpfung, makellos… wäre sie so wunderschön und atemberaubend wie unsere Welt es ist?
Der Sternenhimmel bei Nacht, Artenvielfalt im Tierreich, bis hin zu winzigen Details, wie das Erblühen einer Magnolienknospe. Nicht zuletzt zwischenmenschliche Begegnungen. Berührungen, Emotionen, Nähe und Zusammenhalt.
Wüssten wir das alles zu schätzen, wenn es die Schattenseiten nicht gäbe? Wo Licht ist, gibt es Schatten, das scheint unvermeidbar. Aber wo es Schatten gibt, da ist eben auch das Licht nicht weit.
Und das Licht scheint in unserer Welt! Umso heller sogar, angesichts der Schatten um uns her! Ich will meine Augen nicht länger dem trüben Dunkel widmen.
Wo bist du Licht? Ich will dich sehen!
„Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst“ – Johannes 1,5